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Touren taugliche Dirt Bikes

fusselhirn
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Verfasst am: 14. 02. 2006 [14:07]
Halli Hallo,

seit einiger Zeit steigt mein Interesse an Fahrtechnik überproprotional zu meinem Wunsch noch schneller zu werden. Mein Arrow ist zwar ein feines Touren Fully, für fahrtechnische Finessen wie Bunny Hops etc. erscheint es mir aber etwas träge. Daher denke ich über ein Hardtail fürs Grobe nach.

Kennt sich jemand damit aus? Die ganzen Standard Geometrie Rechner passen offensichtlich nicht, da Rahmenhöhen und Oberrohrlängen in einem ganz anderen Verhältnis stehen. Natürlich gewinnt man mit den Teilen keine Bergwertung aber wie schwer darf/soll so ein Bike sein? Gibt es Bikes, die auch noch halbwegs tourentauglich sind?

Ich hab da z.B. das Univega Ram DX-912 im Visier ...

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seelrider
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Verfasst am: 14. 02. 2006 [18:26]
Hallo Fusselhirn,

ich selber habe auch schon einmal mit dem Gedanken gespielt mir ein Dirt/Dualbike (Hardtail) anzuschaffen. icon_wink.gif
Leider fehlen mir die finanziellen Mittel und meine Familie hält mich sowieso für völlig abgedreht. icon_cry.gif

Trotzdem hier meine Meinung zu diesen Bikes:

Nehme kein spezielles Dirtbike (zu klein, ungeeignet für Touren).
Dualbikes sind in der Geometrie deutlich vielseitiger.

Meine Empfehlung:

Kona Scarp (Rahmenhöhe mindestens 1 Zoll kleiner wählen wie normal, aber bitte auf die Länge der Sattelstütze achten.) Ich denke Vorjahresmodelle liegen bei ca. 600 - 800,- €.
Kona Bikes gibt es bei Dirt Metal in Siegburg.

Vielleicht reicht auch nur ein besonders stabiles Hardtail wie ein

Kona Hoss (deluxe) eigentlich kein Dual/Dirtbike aber sehr stabil. Kleine Rahmenhöhe wählen.

oder nur einen preisgünstigen Rahmen kaufen und selber aufbauen: z.B:
Fun Works (Dirt Master) gibt es bei Action Sports (Onlineshop)
Dual Faces (Diabolo) gibt es bei 100 % Bike (Onlineshop)
Da Bomb (Sputnik) gibt es auch im web bei z.b. Hibike (Onlineshop)

Die Wahl der Federgabel ist in meinen Augen bei diesen Bikes sehr wichtig (es geht hier auch um Sicherheitsreserven).
Empfehlung: Marzocchi Bomber Drop Off oder die Dirt Jam Pro oder Dirt Jumper 3 Gabeln von MZ.

Das Univega Ram DX gibt es nur in einer sehr kleinen Rahmengröße und ist damit auf einer Tour eher ungeeignet.

Viel Glück
Seelrider

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fusselhirn
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Verfasst am: 15. 02. 2006 [21:25]
Halli Hallo Seelrider,

Du scheinst ein Bruder im Geiste zu sein icon_lol.gif Die Bikes, die Du vorschlägst, hatte ich auch das ein oder andere Mal bereits auf dem Radar. Vor allem das Kona Hoss scheint eine Sünde wert.

Die Gabeln entsprechen ebenfalls meinen Idealen. Wenn ich ehrlich bin, ziehe ich nach drei durchweg positiven Erfahrungen ausser Marzocchi nichts mehr in Betracht. Nach diversen z.T. kostspieligen Experimenten mit Rock Shox und Manitou habe ich keine Lust mehr auf rumprobieren. Fox ist mir schlicht preislich zu durchgeknallt.

Das Univega gibt es übrigens auch in RH 45. Das dürfte dann ziemlich genau hinhauen, da ich bei normalen HT's 18,5 - 19 Zoll fahre. Beim Zweirad Ullrich (Neunkirchen) steht das gute Stück übrigens auch zum Antesten. Interessant ist das Bike vor allem auch wegen des Preises (ca. 530 Schleifen). Der Rahmen ist mega-massiv, die Ausstattung teilweise ok (Tretlager, Schaltung, Laufräder), teilweise Pimp-fähig (Gabel und Bremsen).

Zum Rummschranzen und Antesten aber durchaus brauchbar. Mit einem Rahmengewicht von 2,8 kg und einem Gesamtgewicht von 15,4 kg allerdings auch ganz schön schwer.

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fusselhirn
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Verfasst am: 28. 02. 2006 [22:13]
Halli Hallo,

ich habe meine studien ein wenig weiter getrieben und bin auf drei fragestellungen gestossen, auf die ich noch keinen richtigen reim habe:

1) wie entscheidend ist die kettenstrebenlänge? sie variieren von 415 bis 430 mm. in der theorie ist die länge der kettenstreben für die "steigwilligkeit" des bikes zuständig, aber wie deutlich merkt man den unterschied zwischen 420 und 430 mm?

2) der sitzwinkel ist bei vielen bikes dieser coleur ziemlich flach (70 Grad und weniger). Ich frage mich, ob ich bei derart flachen Winkeln noch vernünftig Druck auf die Pedale bekomme (Touren tauglichkeit). wie flach sollte er sein, wie steil muß er sein?

3) die oberrohrlänge in verbindung mit der vorbaulänge. bei meinen maßen brauche ich so ca. 605 mm horizontale von der sattelstange bis zum lenker (also oberrohr zzgl. vorbaulänge). was bringt mehr wendigkeit bzw steigfähigkeit: 590er oberrohr in verbindung mit einem 120 mm vorbau oder 600er oberrohr in verbindung mir einem 50 mm vorbau?

hat jemand erfahrung damit? kennt jemand eine gute techi quelle dazu? die meisten einschlägigen quellen haben dazu nix auf der leiste icon_cry.gif

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seelrider
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Verfasst am: 01. 03. 2006 [10:28]
[b]fusselhirn hat geschrieben:[/b:a49dbfc75b]

1) wie entscheidend ist die kettenstrebenlänge? sie variieren von 415 bis 430 mm. in der theorie ist die länge der kettenstreben für die "steigwilligkeit" des bikes zuständig, aber wie deutlich merkt man den unterschied zwischen 420 und 430 mm?

[i] Länge läuft !, ein kurze Kettenstrebe ist in meinen Augen etwas zum spielen (Street, Dirt Jump).
Nur 1 cm Unterschied haben sicherlich keine großen Auswirkungen[/i:a49dbfc75b].


2) der sitzwinkel ist bei vielen bikes dieser coleur ziemlich flach (70 Grad und weniger). Ich frage mich, ob ich bei derart flachen Winkeln noch vernünftig Druck auf die Pedale bekomme (Touren tauglichkeit). wie flach sollte er sein, wie steil muß er sein?

[i]Ein flacher Winkel, der durch eine längere Gabel (die eventuell hoch baut) noch flacher ausfallen kann, ist für längere Kurbelaktionen weniger geeignet und kann sogar das Kniegelenk schädigen.
Die Dirtjumper oder die Dualcrosser treten fast nur im Stehen in die Pedalen. [/i:a49dbfc75b]

[i]Ich glaube für Deine Belange ist ein stabiles Hardtail wie das Kona Hoss genau richtig. [/i:a49dbfc75b]

3) die oberrohrlänge in verbindung mit der vorbaulänge. bei meinen maßen brauche ich so ca. 605 mm horizontale von der sattelstange bis zum lenker (also oberrohr zzgl. vorbaulänge). was bringt mehr wendigkeit bzw steigfähigkeit: 590er oberrohr in verbindung mit einem 120 mm vorbau oder 600er oberrohr in verbindung mir einem 50 mm vorbau?

[i] Der Vorbau auf keinen Fall zu lang wählen. Zum Spielen ist eine
Vorbaulänge von 50 bis 80 mm oder kürzer genau richtig. Man
sollte auf einem solchen Bike ziemlich aufrecht sitzen.

Wenn Du mit einem Bike in die Berge gehst und steile lange
Rampen fahren möchtest, dann kann ein längerer Vorbau helfen
genügend Gewicht auf das Vorderrad zu bekommen. Dafür ist aber
ein "normales" MTB sowieso besser. Allerdings mit einem Kona Hoss würde ich auch in die Berge gehen [/i:a49dbfc75b] icon_wink.gif

[b]Ride to the next level, but save your ass[/b:a49dbfc75b] :!: icon_cool.gif

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Verfasst am: 24. 03. 2006 [21:02]
Ich habe noch ein interessantes Bike für diesen Zweck gefunden.

Ein "Santa Cruz Chameleon"

www.santacruzmtb.com

Ride on
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fusselhirn
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Verfasst am: 24. 03. 2006 [21:52]
halli hallo Seelrider,

nach einigem hin und her habe ich nur ein bike finden können, bei dem alle eckdaten meinen vorstellungen entsprachen:

http://www.bikes.com/bikes/2005/flow/flow-f1.aspx

die ausstattung des bikes ist leider eine vollständige katastrophe, weshalb gerade mächtig umgebaut und über ebay vertickt wird. im grunde bleibt vom orginal nur der rahmen übrig.

ich weiß noch nicht genau bis wann ich fertig bin, aber dann geht es verstärkt in rtg fahrtechnik und steinbruch. bis dahin schrubbe ich halt noch ein paar kilometer für die kondition.

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Verfasst am: 16. 02. 2007 [09:34]
Halli Hallo zusammen,

das Thema Tourentaugliche Dual- Dirtbikes habe ich in 2006 natürlich auch mal wieder durch den ein oder anderen "Selbstversuch" weiter vertieft. Am Ende bin ich auf die folgenden allgemeinen Anforderungen gekommen (bezieht sich auf Hardtail):

1) Lenkwinkel eher flach für Laufruhe (ca 69 bis 70 Grad)

2) Sitzwinkel eher steil für viel Druck auf der Pedale (ca 71 bis 74 Grad)

3) stabiler :!: :!: :!: , aber nicht zu schwerer Rahmen (ca. 2 kg)

4) Federweg am besten variabel (100 bis 120 mm). Gabel sollte zwischen 485 und max 505 mm bauen. Absenkbare Gabel erleichtert Kletterpartien (U-turn, RTWD, ETA, Flight Control, Infinite Travel, etc)

5) horizontale Oberrohrlänge etwas länger (ca 10 mm) als beim klassichen Tourer, dafür ultra kurzen Vorbau für direktes Lenkverhalten

6) tief ansetzendes Oberrohr am Sitzrohr für hohe Schrittfreiheit (stand over height).

7) eher kurze Kettenstreben (415 bis max. 425 mm). Auf keinen Fall längere Kettenstreben als 425 mm.

8 ) achtet auf genug Platz zwischen Kettenstrebe und Kettenblättern (da sollte ca 1 cm Platz zu sein), ansonsten sind nervige Kettenklemmer vorprogrammiert

Das Ganze soll natürlich auch noch bezahlbar bleiben. Es gibt einige ziemlich coole Bikes, die für diesen Zweck sehr gute Rahmen haben. Meistens sind sie aber sehr einfach ausgestattet. Aber das kann man ja mit Hilfe von ebay und einem brauchbaren Schrauber problemlos ändern.

Die beiden von mir realisierten Projekte basieren auf einem Centurion n'Bock und einem Corratec X-Vert. Hierbei macht das Centurion noch den schlankeren Fuß, da der Rahmen solider ist und einige nette Zusatz Feature hat: aus dem vollen gefräster Hinterbau (sieht suuuuuuper end fett aus icon_razz.gif ) und die Möglichkeit den Umwerfer mit dem Tretlager Gehäuse zu verschrauben. Insgesamt hat das n'Bock den kürzeren Radstand, dadurch ist es etwas unruhiger beim heizen, dafür aber wendiger beim trixen.

bis die tage
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